Der heutige Sonntag trägt verschiedene Namen:

1- „Sonntag Quasimodogeniti“: Der Name des Sonntags Quasimodogeniti leitet sich vom Beginn der früheren Lateinischen Antiphon ab: “Quasi modo geniti infantes, Halleluja, rationnabile, sine dolo lac concupiscite“ (1Petr 2,2): „wie die neugeborenen Kindlein seid begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja“ (das Wort Gottes ist mit Milch verglichen). Die Geschichte von Thomas führt uns unseren eigenen Wunsch vor Augen, Jesus zu sehen. Aber: “Selig, die nicht sehen und doch glauben!“

2- „Dominica in Albis“ (Latein), Der Weißer Sonntag : nicht nur, weil die Erstkommunionkinder zum ersten Mal die Kommunion empfangen, sondern weil in der Zeit der Urkirche alle, die in der Osternacht die heilige Taufe empfangen hatten, bis zum heutigen Sonntag ihre weißen Taufkleider tragen durften als Zeichen dafür, dass sie in der Taufe, Christus angezogen haben. Mit dem Weißen Sonntag endet die Osteroktav.

3- Sonntag der Barmherzigkeit: Papst Johannes II, hat am 30 April 2000 dem Sonntag nach Ostern, dem Weißen Sonntag, einen weiteren Beinamen gegeben: Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit. Es war ihm ein persönliches Anliegen aus eigener Gebetserfahrung: „Die Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit ist mir immer nah und kostbar, sie hat gewissermaßen das Bild meines Pontifikates mitgestaltet. Ich danke der göttlichen Vorsehung, dass es mir persönlich gegeben wurde, zur Erfüllung des Willens Christi beizutragen, durch die Einführung des Festes der göttlichen Barmherzigkeit.“ (Papst Johannes Paul II)

Jesus richtete erstmals (in einer Vision) am 22 Februar 1931 den Wunsch an Schwester Faustyna Kowalska, das Fest des Barmherzigkeitssonntags einzusetzen. Über den Auftrag des Herrn, den sie diesbezüglich erhalten hatte, notierte Schwester Faustyna folgende Worte in ihrem Tagebuch, die der Herr an sie gerichtet habe:

„Meine Tochter, verkünde der ganzen Welt meine Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Fest meiner Barmherzigkeit eine Zuflucht werde für alle Seelen, insbesondere für die armen Sünder. An diesem Tag werden die tiefsten Tiefen meiner Barmherzigkeit für alle geöffnet werden.
(…) Meine Barmherzigkeit ist derart groß, dass selbst während einer ganzen Ewigkeit kein menschlicher und übermenschlicher Verstand ihre Tiefen erforschen könnte. Das Fest meiner Barmherzigkeit entströmt den innersten Tiefen meines Wesens. Ich wünsche, dass es auf den ersten Sonntag nach Ostern festgelegt werde. Die Menschheit wird nicht eher den Frieden finden, als bis sie sich dieser Quelle ganz genähert hat.“ (Tagebuch der Schwester Faustyna Kowalska § 965)